Kann die geringe Paralysesterblichkeit der hervorragenden Bühnenkünstler Deutschlands auch konstitutionell bedingt sein1)?
Julius Heller · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1928 · Heft 25 · S. 1029-1032
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Unter 1429 in den Jahren 1785—1870 geborenen hervorragenden Bühnenkünstlern sind nur 1,5% an progressiver Irrenparalyse gestorben. 2. Rechnungsmäßig sind von den mit Syphilis infizierten Bühnenkünstlern nur 3,5% an Paralyse gestorben. 3. Diese Mortalitätszahl ist auffallend geringer als die statistischen Zahlen, die zum Vergleich herangezogen werden können. 4. Es ist zu erwägen, ob nicht die körperliche und geistige Konstitution des hervorragenden Bühnenkünstlers und die Eigenart seines Berufes die erhöhte Widerstandskraft gegen die Paralyse bedingen.