Natriumbicarbonat-Glucose-Infusion beim Membransyndrom der Früh- und Neugeborenen
U. Keuth · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1967 · Heft 06 · S. 248-255
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das Membransyndrom (idiopathisches Atemnotsyndrom) ist nach Häufigkeit und Schwere eine der wichtigsten Komplikationen der Neonatalperiode. Seit 1961 wurden 220 Kinder, bei denen ein Membransyndrom unterschiedlicher Schwere vorlag, mit intravenösen Natriumbicarbonat-Glucose-Infusionen behandelt. Die Letalität sank bei den schweren Fällen von 75% auf 33%, unter Einbeziehung aller Schweregrade von 50% auf 23%. Orale Puffergaben sind nur bei leichtesten Fällen oder in der Nachbehandlung angezeigt. Eine blinde Bicarbonattherapie ist behelfsmäßig möglich, setzt aber genaue Kenntnis und Beobachtung des…