Psychotherapeutische Bemühungen bei der Melancholie
Walter Schulte · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1962 · Heft 44 · S. 2225-2231
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Melancholische Phase und depressive Erlebnisreaktion sind nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ verschieden. Sie lassen sich auch psychopathologisch trennen. Das quälende „Nichttraurigseinkönnen” gehört zum Kern melancholischen Erlebens. Im Zentrum steht die „erlebte Leblosigkeit”. Stillschweigende Anerkennung der Unverstehbarkeit hilft dem Melancholischen unter Umständen besser als aufdringliche Beteuerung der Einfühlbarkeit seines Zustandes. Ausgangsstruktur wie spätere Persönlichkeitsveränderungen geben keine guten Voraussetzungen für eine Psychotherapie. Der Melancholische ist gegenü…