Defibrinierungsblutungen in der Geburtshilfe
A. W. Schwenzer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1959 · Heft 52 · S. 2321-2328
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es gibt in der Geburtshilfe schwerste Blutungen, die nichts mit einer Atonie des Uterus zu tun haben. Sie kommen vor bei vorzeitiger Lösung der Plazenta, bei Fruchtwasserembolie, bei längerer Retention abgestorbener Kinder, bei kriminellen Aborten, ganz selten aber auch bei normalen Spontangeburten. Diese Blutungen beruhen auf einem kurzfristig entstandenen Fibrinogenmangel und lassen sich durch Zufuhr von Humanfibrinogen und Bluttransfusionen beherrschen. Bei abgestorbener Frucht ist es nicht mehr vertretbar, unbegrenzt lange auf die Spontanausstoßung zu warten, sondern es ist angezeigt, schon 1…