Das Blutbild bei der Virusgrippe (Influenza)
Werner Siede, Hans Schneider · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1954 · Heft 36 · S. 1352-1353
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Als kennzeichnende Veränderung des Blutbildes der Virusgrippe wird das Auftreten von lymphoiden und plasmazytären Zellen beschrieben. Es handelt sich hierbei um grundsätzlich die gleichen Elemente, wie sie bei einer Reihe von Viruskrankheiten (Drüsenfieber, Virushepatitis, Herpes zoster, Stomatitis ulcerosa, Viruspneumonie, Virusmeningitis, Masern, Rubeola) beobachtet worden sind. Die Zellen stammen vom Retikulumzellapparat der lymphatischen Organe und sind als Ausdruck einer Virusinfektion zu werten. Sie sollten daher als Virozyten bezeichnet werden.