Akutes Zinkmangelsyndrom, seltene Ursache einer Optikusschädigung
J. Haas · Aktuelle Neurologie · 1982 · Heft 02 · S. 55-57
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 41jährigen Frau mit lange bekanntem Morbus Crohn traten nach zweiwöchiger parenteraler Ernährung gleichzeitig mit einer Acrodermatitis enteropathica Sehstörungen auf. Der Zinkspiegel im Serum war unterhalb der Nachweisgrenze. Die Gesichtsfelduntersuchung deckte ein doppelseitiges Parazentralskotom auf. Der weitere ophthalmologische und neurologische Befund war regelrecht. Nach Zinksubstitution klangen die Sehstörungen und die Hautveränderungen innerhalb von drei Wochen ab. Wir nehmen an, daß die doppelseitige Optikusschädigung in diesem Fall durch den Zinkmangel hervorgerufen wurde.