Unsere Erfahrung mit der VEP-Diagnostik bei chiasmalen und retrochiasmalen Sehbahnläsionen
A. Müller-Jensen, St. Zschocke · Aktuelle Neurologie · 1985 · Heft 02 · S. 65-69
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In der Diagnostik von chiasmalen und retrochiasmalen Sehbahnläsionen bringt die VEP-Analyse erst bei getrennter Stimulation der temporalen und nasalen Gesichtshalbfelder bzw. homonymen Halbfeldstimulationen verwertbare Ergebnisse. Bei den prägenikulären chiasmanahen Prozessen ergibt sich eine sehr gute Korrelation von Perimetrie- und VEP-Befunden. Neben deutlichen Amplitudendifferenzen finden sich im Seitenvergleich überraschend häufig auch Verlängerungen der Latenzzeit der VEP-Komponenten. Der Nachweis einer Beteiligung auch des nasalen Gesichtsfeldes kann mittels VEP-Halbfeldanalyse sogar frühe…