Zur Geschichte der Farbenlehre
H. M. Koelbing · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1988 · Heft 02 · S. 176-182
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei den Griechen wird die Farbenlehre in enger Verbindung mit der Sehtheorie behandelt. Piaton versteht das Sehen als Zusammenwirken von Auge und Außenwelt; eine Auffassung, die in Goethes Farbenlehre wieder auflebt. Aristoteles definiert das Sehen als passives Aufnehmen einer vom farbigen Objekt ausgehenden Wirkung durch das Auge und steht damit am Anfang der naturwissenschaftlichen Optik, die im 17./18. Jahrhundert von Newton verkörpert wird. Newtons experimentelle Analyse der Spektralfarben mit Hilfe dreikantiger Glasprismen wird Goethes Lehre der farblichen Urphänomene gegenübergestellt. Goet…