Cerebrale Achromatopsie (Symptomatik, Verlauf, Differentialdiagnose und Strategie der Untersuchung)
W. Jaeger, H. Krastel, St. Braun · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1988 · Heft 12 · S. 627-634
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die cerebrale Achromatopsie tritt plötzlich auf „wie wenn beim Farbfernsehen die Farbe weggenommen wird”. Die Störung ist meist vaskulär bedingt, durch doppelseitige Infarkte in der unteren occipito-temporalen Region, und daher in der Regel verbunden mit homonymen Gesichtsfeldausfällen in den beiden oberen Quadranten, bei weitgehend erhaltener Sehschärfe. Häufig ist sie mit einer Prosopagnosie und einer Topographagnosie kombiniert. Die Strategie der Untersuchung des Farbensinnes darf sich nicht auf die allgemein üblichen Methoden beschränken, sondern muß zusätzliche Tests verwenden, bei denen die…