Störungen des Binokularsehens durch mäßiggradige Dezentrierung von Intraokularlinsen?
E. Stangler-Zuschrott, W. Kulnig · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1986 · Heft 05 · S. 445-448
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Am Littmannschen Ophthalmometer wurden bei 20 Patienten im Durchschnittsalter von 72 Jahren mit ein- oder beiderseitigem Pseudophakos Richtung und relatives Ausmaß einer eventuellen Dezentrierung ihrer Linsen festgestellt. Die daraus zu erwartende Prismenwirkung wurde mit der vorhandenen Heterophorie verglichen. Eine Beziehung zwischen beiden Werten läßt sich nur für Vertikalabweichungen bei Patienten ohne langdauernde Fusionsunterbrechung durch die Katarakt herstellen. Nur in Ausnahmefällen kann eine mäßiggradig dezentrierte Intraokularlinse Ursache von subjektiven Beschwerden oder Diplopie sein.