Ist die Verschiebung der Altersbegrenzung der radikalen Prostatektomie gerechtfertigt?
F.-U. Keuler, A. Leitenberger, J. E. Altwein · Aktuelle Urologie · 1990 · Heft 05 · S. 245-250
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das Prostatakarzinom ist der Tumor mit der höchsten Altershäufigkeit, daher taucht mit der gestiegenen Lebenserwartung die Frage nach einer Berechtigung der radikalen Prostatektomie in der 8. Lebensdekade auf. Von 207 radikal Prostatektomierten, die von 1977-1987 am KBB München behandeltwurden, waren 16 % älter als 69 Jahre. Postoperativ litten diese Patienten doppelt so häufig wie die 69jährigen entwickelten ein Durchgangssyndrom, das aber von alien überlebt wurde. Die Dauer des stationären Aufenthaltes war bei der älteren Patientengruppe zu Recht auf 27 Tage verlängert-im Vergleich zu 19 Tagen…