Heparin-induzierte Thrombozytopenie mit Todesfolge nach vorderer Exenteration wegen Harnblasenkarzinom bei Sharp-Syndrom - ein Fallbericht
K. Fischer, R. Karger, C. Nies, V. Kretschmer, T. Kälble · Aktuelle Urologie · 1998 · Heft 01 · S. 39-42
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung: Heparin-induzierte, reversible Thrombozytopenien mit Thrombozytenzahlen von > 100 000/μl werden in 10-20% der Fälle beobachtet (HIT Typ 1). In 3% der Fälle kommt es aufgrund immunologischer Mechanismen zu einer lebensbedrohlichen HIT Typ2 mit Thrombozytenzahlen von < 100 000/μl und häufigen thromboembolischen Komplikationen. Wir berichten über eine Patientin, die im Rahmen einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ2 nach vorderer Exenteration wegen Blasenkarzinom multiple Embolien entwickelte und schließlich an einer disseminierten Mesenterialarterienthrombose verstarb. Gleichzeitig bestand…