Inhalative Quecksilbervergiftung unter dem klinischen Bild einer Akrodynie (Selter-Swift-Feer)
M. Böckers, W. Schönberger, O. Oster, P. Neumann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1983 · Heft 21 · S. 825-828
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 14jährigen Mädchen, das an einer chronischen inhalativen Quecksilberintoxikation litt, wurden die zunächst im Vordergrund stehenden psychischen und neurologischen Symptome lange Zeit als angstneurotisches Syndrom gedeutet. Ein zusätzliches Exanthem und die einschießenden stechenden Schmerzen in die Extremitäten ließen an eine chronische Quecksilberintoxikation unter dem klinischen Bild einer Akrodynie denken. Die hohen Quecksilberspiegel im Urin (375 µg/l) und Serum (34 µg/l) sicherten die Diagnose. Unter einer Therapie mit 2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonat (Dimaval®), das mit Schwermetal…