Diagnose der Psychodynamik bei Störungsbildern mit psychotraumatischer Ätiologie
Gottfried Fischer, Ruth Nathan · Psychotraumatologie · 2002 · Heft 01 · S. 28
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Übersicht Ein psychodynamisches Modell psychischer Traumatisierung wird dargestellt, das Trauma als „unterbrochene Handlung” versteht, als unterbrochene Kampf- oder Fluchthandlung und/oder als „Erstarren” („freezing”) in der Handlungsbereitschaft, einschließlich möglicher Langzeitfolgen. Die Psychodynamik des Traumas ergibt sich einerseits aus der Tendenz zur Vollendung der unterbrochenen Handlung, andererseits aus Bemühungen der Persönlichkeit, eine „Reproduktion” der Handlungssequenz zu verhindern, um erneute Traumatisierung und emotional überflutende Erinnerungsbilder zu vermeiden. An je einem Fallbeispiel mi…