Wiederholung und Ritualisierung
Kai von Klitzing · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2003 · Heft 03 · S. 276-281
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Abstract In der vorliegenden Arbeit werden Rituale und Wiederholungen, die in gängigen Klassifikationssystemen als Ausdruck nutzloser Zwangssymptome verstanden werden, in ihrer entwicklungspsychologischen Bedeutung beleuchtet. Anhand des Fallbeispiels einer kinderanalytischen Behandlung mit einem fünfjährigen Jungen mit aggressiv-oppositionellem Verhalten und Zwangssymptomen wird dargelegt, dass Rituale und Wiederholungen sowohl entwicklungshemmend als auch entwicklungsförderlich sein können. Entwicklungshemmend sind sie, wenn sie rigide sind und dem Individuum jegliche Freiheit nehmen, regressive Entwicklungspo…