Sind Reiche wirklich gesünder? – Epidemiologische Daten deuten für einige Diagnosen höhere Prävalenzen in der oberen Sozialschicht an
SM Mohnen, S Schneider, M Schiltenwolf · Das Gesundheitswesen · 2006 · Heft 07
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Der „Schichtgradient der Morbidität“, also eine höhere Krankheitsbelastung in unteren Sozialschichten, ist für allgemeine Gesundheitskonstrukte lange bekannt und gut belegt. Diagnosespezifische Analysen sind jedoch rar. Ziel: Ziel der vorliegenden Arbeit war es deswegen, die Lebenszeitprävalenzen zu insgesamt 35 einzelnen Erkrankungen und etwaige Unterschiede zwischen den Sozialschichten zu ermitteln. Methoden: Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Robert-Koch-Institut Berlin wurden mittels des Bundes-Gesundheitssurvey Lebenszeitprävalenzen zu den häufigsten Erkrankungen sowie Informationen…