Die okuläre Neuromyotonie – klinisches Bild und Gedanken zur Pathogenese
T. K. Wermund, D. Salchow · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2009 · Heft 11 · S. 881-885
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die okuläre Neuromyotonie ist eine seltene, neurogen bedingte Augenbewegungsstörung. Die Patienten beklagen vorübergehende Doppelbilder infolge einer plötzlichen, schmerzlosen und unwillkürlichen Abweichung eines Auges in die Zugrichtung des hochfrequent stimulierten Augenmuskels. Das Phänomen wird in der Regel nach einer Bestrahlung beobachtet, kann aber ebenso durch eine neuronale Kompression bedingt sein. Die Pathophysiologie ist bisher nicht geklärt. Als Hypothese werden eine ephaptische Transmission, die Störung von Kaliumkanälen der neuronalen Zellmembran und eine zentrale Reorganisation di…