Bindung und somatoforme Störungen – Zur Bedeutung geringer Kohärenz und desorganisierter Verarbeitungszustände für chronischen Schmerz
E Neumann, K Nowacki, J Kruse · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2009 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Bindungsrepräsentationen und somatoformen Schmerzstörungen. Patienten mit organisch nicht begründbarem Schmerz wurden mit klinisch unauffälligen Probanden verglichen. Die Bindungsrepräsentationen wurden mit dem Adult Attachment Interview (AAI) erfasst. Auf der Ebene der Skalen unterschieden sich die Schmerzpatienten von den Kontrollprobanden dadurch, dass sie von weniger Liebe und mehr Zurückweisung von beiden Elternteilen berichteten, mehr Ärger auf die Mutter zum Ausdruck brachten, häufiger Anzeichen von unverarbeiteten Verlusten und Trauma…