Kulturgeschichte und Dermatologie
E. G. Jung · Aktuelle Dermatologie · 2010 · Heft 05 · S. 192-195
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Haut und damit die Dermatologie haben ihren Ursprung in der Kulturgeschichte, und zwar in der frühen Zeit der Entstehung der Mythen. Dies kann am Mythos des geschundenen Satyrs Marsyas beispielhaft gezeigt werden. Er ist bis heute wirkkräftig. Der Leichnam erfüllt die Metapher für Dominanz, Unterdrückung und für den Verlust von Person und Individualität. Die leere Hülle der Haut allerdings steht für Fruchtbarkeit und rhythmische Erneuerung nach dem Symbol der sich häutenden Schlange. Solches wirkt bis heute weiter in der Psychodermatologie, der neuen Philosophie der Haut und in der aufkommend…