Morbus Ormond oder Ormond-Syndrom? Retroperitoneale Fibrosen im Überblick
M Heckmann, MC Heinrich, W Bautz, M Uder · RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 2008 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die retroperitoneale Fibrose ist mit einer Prävalenz von 1–2/200.000 eine seltene entzündliche Erkrankung mit einem Erkrankungsgipfel zwischen der 5. und 7. Lebensdekade. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bei einem Drittel aller retroperitonealen Fibrosen liegt eine sekundäre Form (Ormond Syndrom) vor, die ausgelöst werden kann durch Entzündungen, Traumen, Radiatio, Infektionen, Malignome und Medikamente. Zwei Drittel sind primär idiopathisch (Morbus Ormond). Retroperitoneale-Fibrose-assoziierte Erkrankungen finden sich bei 15% der betroffenen Patienten. Die klinischen Symptome sind mit Rücken-/Flankens…