Kalium-Kanal Kir4.1– ein neuer Kandidat in der Pathogenese der hypokaliämischen Salzverlust-Tubulopathien
N Jeck, P Schlingmann, S Waldegger, RF Maier, M Konrad · Klinische Pädiatrie · 2010 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Kir4.1-Mutationen wurden Anfang diesen Jahres als Ursache des EAST-Syndroms beschrieben, das neben Epilepsie, Ataxie, Schwerhörigkeit auch eine Störung der distalen Tubulusfunktion einschließt. Der renale Phänotyp gleicht augenfällig dem Gitelman-Syndrom (GS). GS galt bis dahin als genetisch homogen. Im eigenen Patienten-Kollektiv konnten 15 von 126 GS Patienten bisher keinem Genotyp zugeordnet werden. Wir haben in diesen ungeklärten Fällen das Kir4.1-Gen direkt sequenziert. Vier der 15 GS Patienten trugen homozygote Mutationen im Kir4.1-Gen. In jedem einzelnen Fall waren die Eltern blutsverwandt, die Mutationen…