Thrombose der tiefen Hirnvenen – Blickdiagnose und interventionelle Herausforderung – nicht nur für Neuroradiologen
KS Stock, D Stoevesandt, T Müller · RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 2010 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die venöse Drainage des Gehirns erfolgt über zwei Hauptwege: Die Hirnrinde und der größte Teil der Marklager des Großhirns sowie das Kleinhirn werden über kortikale Venen in die Sinus durae matris drainiert. Das Blut aus dem tiefen Marklager und den Basalganglien und den Thalami fließt durch innere Hirnvenen zum Sinus rectus und/oder cavernosus ab. Beide Systeme sind miteinander verbunden und können im Falle von Flussbehinderungen kompensatorisch beansprucht werden. Klinisch sind diese Thrombosen nur bedingt zu differenzieren und bedürfen bei Verdacht ausnahmslos einer Schnittbildgebung mittels CT oder MRT. Die…