Azacitidin - epigenetische Therapie des myelodysplastischen Syndroms (MDS)
Üpp, H.-P.; · Krankenhauspharmazie, Stuttgart · 2010 · Heft 3 · S. 89 bis 98
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das myelodysplastische Syndrom (MDS) umfasst eine heterogene Gruppe von Knochenmarksstörungen. In diesem Zusammenhang spielt die intratumorale Hypermethylierung definierter Promotorregionen im Fortschreiten der Erkrankung eine wichtige pathobiochemische Rolle. Mit Azacitidin kommt erstmals ein epigenetischer Therapieansatz zur Anwendung, mit dem die Transkription von Tumor-suppressorgenen wieder vorangebracht werden kann. Die Ergebnisse der AZA-001-Studie bestätigten eindrucksvoll die klinische Wirksamkeit des DNS-Methyltransferase-Inhibitors bei Hochrisiko-Patienten mit MDS, da nicht nur das Gesamtüberleben ver…