"Seltenes ist selten"–Der lange Weg zur Diagnose Gordon-Syndrom
J König, M Konrad, B Kranz, E Kuwertz-Bröking · Klinische Pädiatrie · 2011 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Gordon-Syndrom (Pseudohypoaldosteronismus Typ II) zählt zur Gruppe der monogenetisch vererbten Hypertonie-Formen. Als zugrunde liegender Pathomechanismus wird eine verstärkte Salzresorption im distalen Nieren-Konvolut infolge einer Funktionssteigerung des luminalen Natrium-Chlorid-Cotransporters (NCC) angenommen. Gleichzeitig wird eine verminderte Aldosteron-abhängigen Kalium-Ausscheidung im Sammelrohr beobachtet. Molekulargenetisch sind Mutationen in den regulatorischen Kinasen wnk1 und wnk4 beschrieben. Wir berichten über einen 17 Jahre alten Patienten, der sich seit dem zweiten Lebensmonat aufgrund einer…