Rektumkarzinom 16 Monate nach „unauffälliger“ Koloskopie – übersehen oder de novo?
N.N. · Endoskopie heute · 2015 · Heft 01 · S. 71-74
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 54-jährigen Patientin mit peranaler Blutung war die initiale Koloskopie, von einem partiellen Schleimhautprolaps abgesehen, unauffällig. Nach mehrfacher Gummibandligatur und Sklerotherapie sistierte die Blutung zunächst. 16 Monate später, als wegen einer Rezidivblutung, eine erneute Koloskopie durchgeführt wurde, fand sich in 10 cm Höhe ein lumenstenosierend wachsendes, nicht mehr mit dem Instrument passierbares fortgeschrittenes Rektumkarzinom, das bei den vorausgegangenen Untersuchungen offensichtlich übersehen worden war. Ein de-novo-Karzinom erscheint wenig wahrscheinlich.