Zitratantikoagulation – Hintergründe zur Behandlung von Nierenkranken
Christian Aymanns · Dialyse aktuell · 2015 · Heft 02 · S. 96-103
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Patienten mit akutem oder chronischem Nierenversagen weisen gegenüber Nierengesunden ein erhöhtes Blutungsrisiko auf. Soll eine Nierenersatzbehandlung erfolgen, wird das Blutungsrisiko durch Heparin nochmals gesteigert. Liegen bereits Blutungen vor oder ist das Blutungsrisiko sehr hoch, liegt es nahe, auf Heparin nach Möglichkeit zu verzichten. Bereits in den 1960er-Jahren wurde das erste Mal über die regionale Antikoagulation mit Zitrat zur Aufrechterhaltung eines extrakorporalen Kreislaufs geschrieben. Diese Form der Antikoagulation hat sich in den letzten Jahren vor allem im intensivmedizinischen Bereich etab…