Schwangerschaft und Multiple Sklerose – Indikation zur Immunglobulingabe und praktische Aspekte
S Meister, S Seeger · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2015 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Multiple Sklerose hat ihren Häufigkeitsgipfel bei jungen Frauen im gebärfähigen Alter. Eine Schwangerschaft wirkt sich in den meisten Fällen (bis 75%) positiv auf die Schubrate aus. Nach der Geburt steigt die Schubrate meist auf das präkonzeptionelle Niveau an, sodass eine medikamentöse Intervention notwendig ist. Bei der Mehrheit der immunmodulatorischen Medikamente ist jedoch das Stillen, was sich seinerseits positiv auf die postpartale Schubrate auswirkt, kontraindiziert. Eine alternative Therapieoption spielen hierbei die Immunglobuline, welche nach neueren Studien MS-Schübe reduzieren können, o…