Das postinfektiöse Reizdarmsyndrom nach Enterocolitis kann im prospektiven Verlauf individuell fluktuieren und wird durch Rom-III Kriterien unterschätzt
V Andresen, B Löwe, B Riegel, J Keller, M von Wulffen, P Layer, A Lohse, W Broicher · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2015 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Bakterielle Enterocolitiden sind ein wichtiger Risikofaktor für das post-infektiöse Reizdarmsyndrom (PI-RDS). Bisherige Studien haben nur im Querschnitt allgemeine RDS-Prävalenzen zu bestimmten Zeitpunkten nach Infektion untersucht, während individuelle Längsschnittstudien fehlen. Es war daher unser Ziel, das individuelle Auftreten eines RDS und dessen Verlauf prospektiv in einer Kohorte von Patienten mit hämorrhagischer EHEC O104:H4-Enterocolitis zu erfassen. Material und Methoden: In dieser Kohortenstudie wurden 389 Patienten mit hämorrhagischer Enterocolitis durch EHEC O104:H4 aus 13 Kliniken pros…