Off-label Medikation in der Geburtshilfe – Aspekte der Patientenaufklärung am Beispiel Misoprostol
F Voigt, M Dahmen, TW Goecke · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2015 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ziel: Eine medikamentöse Behandlung ist tatbestandsmäßig eine Körperverletzung, es gilt die Verpflichtung zur Risikoaufklärung, insbesondere bei einem off-label use. Die Anwendung von Misoprostol zur Geburtseinleitung ist wissenschaftlich mit guter Evidenz untermauert und wird von der Mehrheit der deutschen Geburtskliniken (66%) verwendet; bis 2014 ausschließlich off-label. Über die Art und Weise sowie die Sicht der Schwangeren und Ärzte zum Aufklärungsgespräch ist nichts bekannt. Ziel war es, die herrschende Aufklärungspraxis näher zu beleuchten. Methodik: 50 Schwangere (je 25 vor/nach Aufklärung), bei welchen…