Müller-Hegemanns Systematik der Depressionen von 1964 als Vorschlag zur Konzeptualisierung der affektiven Störungen. Eine kritische Analyse
N.N. · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2016 · Heft 06 · S. 344-353
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Klassifikation psychischer Erkrankungen wird das Konzept einer klinischen Systematik der Depressionen von Dietfried Müller-Hegemann von 1964 anhand der Originalpublikationen analysiert und diskutiert. Müller-Hegemann unterteilte die depressiven Syndrome in die zwei Hauptformen „vital gefärbte Depression“ (= Melancholie), die zumeist in den depressiven Phasen der manisch-depressiven Erkrankung auftrete, und die „depressive Verstimmung“ (= Dysthymie), die er den nosologischen Entitäten „reaktive/neurotische Depression“, „Involutionsdepression“ und…