Historische Aspekte der Basalganglienerkrankungen und Bewegungsstörungen
N.N. · Nervenheilkunde · 2015 · Heft 05 · S. 335-344
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Basalganglienbzw. extrapyramidal-motorische Erkrankungen und Bewegungsstörungen (movement disorders) werden erst am Ende des 19. Jahrhunderts definiert. Schon im 2. Jahrhundert unterscheidet Galen allerdings Tremor und Palpitatio. Die Chorea ist kulturund medizingeschichtlich vieldeutig: Paracelsus beschrieb sie im 16. Jahrhundert als Krankheit, Sydenham etablierte im 17. Jahrhundert eine spezielle Unterform, Huntington im 19. Jahrhundert die Chorea major. Als Sammeltopf verschiedener Hyperkinesen wird die Chorea an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zugunsten spezieller deskriptiver Begriffe…