Diagnose und Therapie der Harnstoffzyklusdefekte
N.N. · Kinder- und Jugendmedizin · 2015 · Heft 02 · S. 119-125
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Harnstoffzyklusdefekte sind seltene, vererbte Fehlfunktionen des Harnstoffzyklus in der Leber. Dabei ist die Ammoniakentgiftung aufgrund von Defekten in einem von fünf Hauptenzymen, einem Aktivierungsenzym oder einem Transportprotein gestört. Die kumulative Inzidenz aller Harnstoffzyklusdefekte beträgt ca. 1 : 35 000. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen manifestiert sich die Krankheit in den ersten Tagen nach der Geburt. Die Patienten entwickeln eine Hyperammonämie, die zu schwerwiegenden und oft leider irreversiblen neurologischen Schädigungen bis hin zum Tod führen kann. Die Diagnose erfolgt of…