Geschmacksstörung (Dysgeusie) und Radioiodtherapie des Schilddrüsenkarzinoms
N.N. · Onkologische Welt · 2017 · Heft 06 · S. 271-277
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Geschmacksstörungen (Hypo-, Dysgeusie) nach Radioiodtherapie des Schilddrüsenkarzinoms stellen in der Abgrenzung zur Xerostomie eine separate Komorbidität dar. Bei der Hypogeusie handelt es sich um die Folge einer Sialadenitis kleiner muköser Speicheldrüsen – der Geschmacksdrüsen – in Nachbarschaft zu den Geschmacksknospen. Klinisch relevant werden die Hypo- und Dysgeusie zumeist durch Wechselwirkungen mit einer Begleitmedikation, zuvorderst Psychopharmaka und Tranquilizer. Sofern medizinisch vertretbar, sollten bei Dysgeusie nebenwirkungsbehaftete Medikamente ersetzt werden. Weitere Noxen sollte…