Éric Vuillard: Die Tagesordnung
N.N. · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2018 · Heft 04 · S. 110
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das auffälligste Mittel in der Literatur der Verknappung ist das Genre der Novelle. Und wie kein Zweiter stellte der Autor Stefan Zweig – besonders in den „Sternstunden der Menschheit“ – eine einzigartige Sammlung solcher verknappten Weltereignisse zusammen. Das Werk blieb lange unübertroffen. Aber seit geraumer Zeit gibt es einen legitimen Nachfolger dieser Kunst des Erzählens und der heißt Éric Vuillard. Doch Novellen interessieren ihn nicht wirklich. Er erfand seine eigene Technik – die des literarischen Pointillismus. Der Autor kam 1968 in Lyon zur Welt und erhielt 2017 für „Die Tagesordnung“ den bedeutendst…