Zur Kommunikationsstruktur von Gefährdungssituationen – PART II: „Simulation und Reduktion von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie“ (SRZP)
Marco Radovic · Psychiatrische Praxis · 2019 · Heft S 01 S 01 · S. S21-S28
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Durch welche Kommunikationsweisen von Therapeuten und Patienten können psychiatrische Gefährdungssituationen hinsichtlich ihrer (Un-)Ähnlichkeit unterschieden werden? Explorative Cluster- und Diskriminanzanalysen des Datenmaterials (Kommunikationsprofile aus Filmanalysen – vgl. Teil I) führen zu mindestens fünf Situationstypen. Die berechnete Diskriminanzfunktion mit 18 Prädiktorvariablen kann 96,3 % aller Situationen korrekt klassifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass und wie psychiatrische Gefährdungssituationen mittels sprachhandlungsbezogener Methoden differenziert werden können.