Das Usher-Syndrom, eine Ziliopathie des Menschen
Uwe Wolfrum, Kerstin Nagel-Wolfrum · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2018 · Heft 03 · S. 273-280
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das humane Usher-Syndrom (USH) ist eine seltene, komplexe genetische Erkrankung, die sich in kombinierter Taubblindheit manifestiert. Aufgrund der Ausprägung des Krankheitsbilds werden 3 klinische Typen (USH1 – 3) unterschieden. Für eine korrekte Diagnose sind zusätzlich zu den auditorischen Tests im Zuge des Neugeborenenscreens auch frühe ophthalmologische Untersuchungen und eine molekulargenetische Abklärung notwendig. Die bislang 10 bekannten USH-Gene codieren für heterogene Proteine, die in Proteinnetzwerken miteinander in Funktionseinheiten kooperieren. Im Auge und im Ohr werden USH-Proteine…