Sprache und Kommunikation als Therapeutikum – Plädoyer für den Vale(b)o-Effekt in der Heilkunde
Marlen Schröder · Erfahrungsheilkunde · 2019 · Heft 04 · S. 217-224
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Sprache und Kommunikation gelten in der Psychotherapie und in der Psychosomatik als Therapeutikum, d. h. sie sind ein anerkanntes Wirkmittel. In der somatischen Medizin hingegen werden sie als unspezifische Effekte bezeichnet und in der Forschung als Placebo zu einer reinen Messgröße degradiert. Im Sprachgebrauch wird unter Placebo eine Täuschung des Patienten verstanden durch etwas, das nicht wirksam ist. Gleichwohl sind Placeboeffekte reale und messbare physiologische Wirkungen. Eine neue Sichtweise auf das Placebo ergibt, dass diese Wirkungen als Bedeutungswirkungen erklärbar sind und durch ei…