Antiandrogene Therapie bei Sexualstraftätern – ein osteologischer Problemfall
Philipp Klemm, Gabriel Dischereit · Osteologie · 2019 · Heft 03 · S. 218-220
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Aktuelle Leitlinien empfehlen bei Sexualstraftätern den Einsatz einer antiandrogenen Therapie (ADT) parallel zur psychotherapeutischen Behandlung. Potentielle Nebenwirkungen einer jahrelangen desexualisierenden ADT sind u. a. ein rascher Knochenmasseverlust mit konsekutiv erhöhtem Osteoporoserisiko und somit Frakturrisiko. Geschildert wird ein Fall, bei dem sich nach 3-jähriger ADT eine Osteoporose und ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus manifestierten. Eine osteologische Vorstellung erfolgte erst nach 7-jähriger ADT. Unter präventiven wie auch spezifischen osteologischen Maßnahmen konnte le…