Genetische Grundlagen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
N.N. · Nervenheilkunde · 2019 · Heft 09 · S. 618-624
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZUSAMMENFASSUNG Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigt eine hohe Erblichkeit in formalgenetischen Studien. Auch im Vergleich zu anderen psychiatrischen Erkrankungen ist die Heritabilität mit fast 80 % sehr hoch. Die Symptomatik der ADHS scheint jedoch graduell in der Normalbevölkerung vorzukommen. Neuere Arbeiten schätzen den Anteil der auf Einzelnukleotidvarianten beruhenden Heritabilität auf 22 %. Welcher Bereich der molekularen Genetik diese Differenz erklärt, ist unklar. In dem vorgelegten Übersichtsartikel geben wir einen Überblick über die Analyse häufiger und seltener Varianten. W…