Nehmen Depressionsdiagnosen bevölkerungsweit zu?
Jens Hoebel, Julia Nübel, Tobias Kurth, Ulfert Hapke · Psychiatrische Praxis · 2019 · Heft 06 · S. 310-316
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Ziel der Studie Untersucht wird, ob sich die Zunahme ärztlicher Depressionsdiagnosen bevölkerungsweit zeigt und durch Veränderungen der Bevölkerungsstruktur erklären lässt. Methode Stratifizierte Trendanalysen von Surveydaten aus 2009 und 2012 adjustiert für Bevölkerungsmerkmale. Ergebnisse Die 12-Monats-Prävalenz einer ärztlichen Depressionsdiagnose steigt von 6,3 % auf 8,0 %. Der Trend erfolgt in allen Bevölkerungsgruppen. Bei Adjustierung sinkt er um 13,5 %. Schlussfolgerung Der Prävalenzanstieg beschränkt sich nicht auf Risikogruppen und ist nur geringfügig in deren Entwicklung begründet.