Therapie der hepatischen Enzephalopathie: Neues und Altes
N.N. · Thieme Praxis Report · 2014 · Heft 03 · S. 4-11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Auch heute lässt sich die Entstehung einer hepatischen Enzephalopathie (HE) noch am besten mit der Kumulation des Neurotoxins Ammoniak (NH3) als Folge einer gestörten Verarbeitung in der Leber erklären. Andere Organe wie Skelettmuskulatur, Lunge und Niere können diesen Ausfall partiell kompensieren, wobei weniger der primär in der Leber lokalisierte Harnstoffzyklus, sondern der Einbau von NH3 in Glutamat eine Rolle spielt. In der Bilanz bedeutet dies keine wirkliche Entlastung, da das entstehende Glutamin u. a. in Enterozyten und Niere wieder metabolisiert wird und dabei 2 Moleküle NH3 freisetzt. Pathophysiologi…