Erythrozytäre Alloantikörper in der Muttermilch – Ursache einer prolongierten Anämie bei hämolytischer Krankheit des Neugeborenen?
Jens-Christian Wolff, Birgit Ertl · Transfusionsmedizin · 2020 · Heft 02 · S. 94-96
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Maternale IgG-Alloantikörper gegen fetale erythrozytäre Blutgruppenantigene haben eine klinische Bedeutung in der Auslösung einer hämolytischen Erkrankung des Fetus und Neugeborenen (HDFN). Schwere Fälle gehen mit einer fetalen Anämie, Hydrops fetalis und postnatalem Kernikterus des Neugeborenen einher. Muttermilch enthält hauptsächlich sekretorische IgA-Antikörper, obwohl IgM- und IgG-Isotypen in niedrigeren Konzentrationen detektiert werden konnten. In den letzten Jahren gab es wenige Berichte einer Assoziation erythrozytärer Alloantikörper vom Typ IgG in der Muttermilch mit einem verzögerten V…