Die SARS-CoV-2-Pandemie und ein Suizidversuch bei wahnhafter Störung
Georg Schomerus, Sven Speerforck · Psychiatrische Praxis · 2020 · Heft 04 · S. 218-220
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die SARS-CoV-2-Pandemie führte bei einer Mitte 60-jährigen Patientin zu vermehrten Symptomen einer bisher undiagnostizierten wahnhaften Störung und schließlich zu einem Suizidversuch. Aufgrund der Pandemie mit spür- und sichtbaren gesellschaftlichen Veränderungen können Menschen mit bislang subklinischen psychotischen Erkrankungen erstmals mit psychiatrischen Versorgungsangeboten in Kontakt kommen. Trotz fehlender Krankheitseinsicht und Ablehnung einer medikamentösen Therapie gelangen ein therapeutischer Beziehungsaufbau sowie eine tragfähige Vermittlung in ambulante Behandlungsangebote.