Verändertes biologisches Verhalten von 99mTc-Pertechnetat nach vorangegangener Zinngabe („Zinn-Effekt”) am Menschen
N.N. · Nuklearmedizin - NuclearMedicine · 1978 · Heft 01 · S. 9-15
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei 99mTc-Pertechnetat-Szintigrammen wurde eine verstärkte Darstellung der blutreichen Organe (Plexus chorioideus, Sinus transversus) beobachtet, wenn eine Zinn-Applikation (z. B. 99mTc-Sn-Diphosphat) vorangegangen war. Dieses Verhalten wurde von uns „Zinn-Effekt” genannt. In vitro-Untersuchungen ergaben eine Bindung von etwa 80% der verabreichten Radioaktivität im Blut mit einer biologischen Halbwertszeit von etwa 44 Std und einer effektiven Halbwertszeit von etwa 5,3 Std. Die relative Verteilung im Blut war 95% in Erythrozyten und 5% im Plasma. Daraus resultiert eine vermehrte Strahlenbelastung des Knochenmark…