Kehrtwende in der BAG-Rechtsprechung zum Vorbeschäftigungsverbot bei sachgrundloser Befristung nach §14 Abs. 2 S. 2 TzBfG
Persch, S.; · Zeitschrift für Tarifrecht, München · 2011 · Heft 7 · S. 404 bis 406
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die sachgrundlose Befristung, zunächst 1985 als Mittel zur Verringerung der Arbeitslosigkeit installiert und seit dem 1. Januar 2001 infolge der europarechtlichen Vorgaben aus der Richtlinie 1999/77/EG in § 14 Abs. 2 TzBfG geregelt, dürfte ihre intendierte, beschäftigungspolitische Wirkung verfehlt haben2. Sie wird mittlerweile zu Recht als „Kröte bezeichnet3. Die Befristungsquote für die letzten zehn Jahre liegt nahezu unverändert bei ca. 8 %4. Großen Anteil hieran hat das in der Presse als „Karriere-Killer5 titulierte Vorbeschäftigungsverbot in § 14 Abs. 2 S. 2 TzBfG, das zu einer erheblichen Restriktion befri…