Psychotherapie - der Bedarf an Therapieplätzen wächst
Richter, R.; · Die Krankenversicherung, Berlin · 2011 · Heft 1 · S. 280 bis 283
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen ist relativ stabil und robust gegenüber regionalen und gesamtgesellschaftlichen Einflüssen. Was sich verändert, sind einerseits die Lebensbedingungen in bestimmten Bereichen von Familie und Arbeit, vor allem aber der Behandlungsbedarf oder, anders ausgedrückt, der Anteil behandelter Patienten. Auswertungen des Bun-desgesundheitssurveys haben ergeben, dass vor zehn Jahren nur zehn Prozent der psychisch kranken Menschen eine ange-messene Behandlung bekamen. Wir gehen davon aus, dass sich diese extrem niedrige Quote langsam verbessert.