Achalasie - eine oft zu spät diagnostizierte und ätiologisch ungeklärte Krankheit
Schumacher, J.; Müller, M.; Gockel, I.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2012 · Heft 3 · S. 209 bis 214
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Achalasie hat eine Lebenszeitprävalenz von 1: 10 000. Es handelt sich um eine neurodegenerative Erkrankung, bei der Nervenzellen des Plexus myentericus absterben. Hierdurch kommt es zu einem Funktionsverlust des unteren Ösophagus-sphinkters und der Ösophaguspe-ristaltik. Im Endstadium der Achalasie ist die Kontraktionsfähigkeit der Ösophagus-muskulatur irreversibel geschädigt. Komplikationen verursachen die Nahrungsbestandteile, die nicht mehr in den Magen transportiert werden. Durch den Übertritt in die Trachea verursachen sie bei bis zu 50 % der Patienten pulmonale Funktionsstörungen. Die Ösophagusschleimh…