Hospeacebewegung und der deutsch-österreichische Nationalsozialismus Sterbebegleitung als Friedensarbeit
HELLER, A.; PLESCHBERGER, S.; · Praxis Palliative Care, Hannover · 2012 · Heft 9 · S. 16 bis 18
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Frage nach Hospiz und Sterbebegleitung wurde in Deutschland und Österreich von offiziellen Stellen noch bis in die 1970er-Jahre zurückgewiesen: Man wolle keine „Gettoisierung der Sterbenden und keine Euthanasie, so das Argument. Insofern wirkte die spätere Hospizbewegung gewissermaßen als Katalysator für die kriegsbedingte Traumatisierung und Verdrängung von Tod und Sterben durch die Tätergeneration. Der durch die Hospizbewegung angestoßene Diskurs über ein humanes Sterben hatte daher auch einen Frieden stiftenden Effekt, ermöglichte er es doch, die gesellschaftliche Verhärtung gegenüber Leidenserfahrungen z…