Leibliche Autonomie Zum Umgang mit Ambivalenzen des Autonomiebegriffs in der »individualisierten Medizin«
WABEL, T.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2013 · Heft 3 · S. 3 bis 17
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Auch wenn das Ideal einer »individualisierten Medizin« mit genombasierter Prädiktion von Erkrankungsrisiken und differenzierten Therapieangeboten noch in weiter Ferne liegt, gilt die zunehmende Individualisierung etwa in der Krebsmedizin als Gewinn an Autonomie für den Patienten. Gleichzeitig wird vor Entsolidarisierungseffekten gewarnt, wenn die Möglichkeiten prädiktiver Diagnostik und Prävention dazu führen, dass die Verantwortung für die Ermittlung des genetischen Risikos und für Präventionsmaßnahmen dem Einzelnen zugeschrieben wird. Der Beitrag argumentiert, dass die Einschätzung des Für und Wider wesentlich…