Das Recht auf Erstellung von Vorausverfügungen aus ethischer Sicht
BECKMANN, J. P.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2013 · Heft 7 · S. 179 bis 190
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Heute gilt bekanntlich rechtlich wie ethisch, dass ärztliche und pflegerische Maßnahmen, vom Notfall abgesehen, ausnahmslos der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung des entscheidungsfähigen Patienten bedürfen (»informed consent«). Das so genannte Patientenverfügungsgesetz von 2009 ermöglicht es, dieses Recht mithilfe einer Vorausverfügung auch für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit in Anspruch zu nehmen; dies auch dann, wenn man sich dadurch irreversibel selbst schadet. Grundlage ist der Respekt vor Autonomie und Selbstbestimmungsrecht des Menschen. Nach Klärung des Autonomiebegriffs als Ausdruck unverfügbare…